Couchbesetzer & co. Gnadenhof e.V

Maja


Der Pferdemarkt in Havelberg, eine Tradition die Jahrhunderte zurückreicht, ist ein Treffpunkt für jung und alt. Daher war für uns klar, dass wir dort Flyer verteilen werden. Petra Aßmann (erster Vorstand) und einige andere von uns, so wie ein befreundetes Paar, hatten sich schon auf diese Aktion gefreut und so ging es dann am Freitag Richtung Havelberg. Der Freitag verlief so wie geplant, man verteilte Flyer, hatte interessante Gespräche und einige böse Blicke von Händlern, die hinter unserem Logo militante Tierschützer vermuteten :D Am Samstag entdeckte unser Vorstand diese Stute. Wir wären nicht wir, wenn wir so etwas ignorieren würden und so versuchte Petra zu erfahren, wer der Besitzer dieser armen Maus war. Eine Frau (Marion Wilken) kam dann mit ihr ins Gespräch und meinte mit einem Blick auf unser Logo, dass die arme Maus auf einen Gnadenhof gehöre und nicht zu einem Schlachter. Wer unsere Lage kennt, weiß, dass wir eigentlich nichts mehr aufnehmen, da wir eh schon immer kämpfen und auch nicht die Mittel haben, um sie freikaufen zu können. So schlug Frau Wilken vor, die Stute freizukaufen, wenn wir ihr im Gegenzug versichern würden Maja ein lebenslanges Zuhause zu schenken. In der Zwischenzeit konnten wir die Besitzerin sprechen, die zu dem Zustand ihres Pferdes nicht viel zu sagen hatte. Normalerweise sind auf solchen Märkten Tierärzte anwesend, die das Wohl der Tiere überprüfen sollen. Als wir den zuständigen Tierarzt auf den sehr schlechten Zustand der Stute ansprachen, erklärte dieser uns, dass sich wohl immer wieder dubiose Händler illegalen Zutritt zu den Märkten verschaffen würden. Sie kommen dazu aus dem angrenzenden Wald und verkaufen mehrere Tiere mit einer Nummer (siehe Bild). Wir stellen uns die Frage, warum man gegen diese Händler scheinbar nichts weiter unternimmt, wenn man die Problematik doch kennt. Für Maja sollte die Geschichte aber gut ausgehen. Sie ist laut den Papieren 5 Jahre alt, hat einen starken Unterbiss, ausgeprägten Husten und ist voller Parasiten. Die Bilder können nur ansatzweise ihren miserablen Zustand abbilden. Wir sind völlig entsetzt und hoffen, dass sie sich von den Strapazen gut erholen wird. Entwicklung von Maja >>> erfahre mehr 



Nando


Nando kam 2012 im Alter von 3J. als Hengst zu uns. Wir hatten ihn davor schon oft im vorbeifahren gesehen und fanden ihn einfach nur schön :) Das er dann eines Tages zu uns kommt… Petra (erster Vorstand) stöberte mal wieder im Netz, was hier in unserer Umgebung so verkauft wird, Waschmaschine, Kühlschrank…. Das Pferd kenne ich doch? Und da sie schon immer von einem Pferd geträumt hatte, schauten wir ihn uns an. Die Geschichte dahinter war nicht so schon, der Besitzer lag Tage tot neben Nando, der in Anbindehaltung im Stall stand. Ob er daran mit schuld trug? wir wissen es nicht genau, Fakt ist, er war wild und Bissig und eher etwas für den Schlachter, seine erste Handlung auf dem Hof war, mich (Siggi) töten zu wollen… Nando ist ein lebender Beweis, dass man mit Geduld, Liebe, Verstehen und ein paar gebrochenen Zehen, auch einen Killer wieder hin bekommt. Die erste Zeit war eher Horror und man dachte, dass man das nie schaffen könnte… aber dann setzte das Verstehen ein ;) So wie ich das verstanden habe, stand er schon sehr früh allein, so dass es ihm an sozialen Kontakt fehlte, ergo war sein Verhalten eine Fehlprägung. So zog ich (Siggi) mir einfach 4 Pullover an und lies ihn beißen :D Er biss, ich auch… Natürlich mit der Hand hihihi. Es dauerte eine kleine Ewigkeit, aber dann platzte der Knoten, er verstand was ich wollte und putzte mich . Natürlich war das ein langer Prozess und ich kann euch sagen, es gab Tage, da wollten wir aufgeben aber es hat sich gelohnt. Nachdem ich ihn dann so weit hatte, dass er nicht mehr ganz so problematisch war, ging die Arbeit an ihm weiter. Nach 2J. Arbeit, war er dann an dem Punkt, wo wir ihm mehr vertrauen schenkten, als irgendeinem anderem Pferd. Petra hatte jeden Tag mit ihm gearbeitet, es war hart, aber am Ende zählt nur das Ergebnis ;)


Badina


Badina, eine Mecklenburger Warmblut vom Gestüt Ganschow Für sie war die 13. Ausnahmsweise keine Unglückszahl. Badina kam am 03.03.2013 im 13ten Lebensjahr zu uns, zu ihren 13ten Besitzern… Manchmal schon komisch oder? Es war mal wieder eine dieser nicht gewollten hau Ruck Aktionen. Abends, am .02.03 bekam Petra (erster Vorstand) einen Anruf… Kurzform, Badina sollte am .04.03 zum Schlachter, da ihre Besitzerin das Interesse verloren hatte und auch wohl nicht mit ihr klar kam…. Was tun? Kurzer Hand, liehen wir uns 450 € um sie frei zu kaufen und alles nahm seinen Lauf. Viele Telefonate, ein paar Helfer, Hänger organisieren und Buddy hatte ein neues Zuhause. Ihr Zustand war nicht wirklich toll. Total mit Kot verklebtes Fell, sie soll kniehoch im Kot gestanden haben… dazu hatte sie eine Lungenentzündung und war recht mager, auch ist sie auf einem Auge Mondscheinblind. Was die arme Maus durchgemacht hat, kann man nur erahnen… Im Frühjahr, kamen dann beim Fellwechsel noch Striemen am Hals zu Tage, die Vernarbungen waren mit Winterfell erst nicht zu sehen :( Als ich (Siggi) sie sah, versprach ich ihr, du wirst nie wieder rumgereicht und dich wird auch nie wieder jemand schlagen! Jetzt ist sie wieder eine stolze Stute und führt unsere kleine Herde an :).






Lou


Lou kam 2012, im Alter von 3J., mit ihrem geschätzt 40-45J. altem Kumpel Fritz zu uns. Da ihre Besitzerin beruflich in eine andere Stadt zog und ihre Eltern das alles nicht mehr schafften, fragte sie uns, ob wir sie aufnehmen würden. Da Nando zu dieser Zeit noch allein Stand und man einfach kein Pferd ohne soziale Kontakte zu Artgenossen halten darf/und auch nicht sollte, sagten wir zu. Fritz lebte noch fast 1 1/2J. bei uns. Dann kam leider der Tag, an dem er nicht mehr aufstehen konnte, seine Arthrose hatten wir lange Zeit gut im Griff, aber leider kommt der Tag, an dem man loslassen muss, weil alles weiter nur Tierquälerei wäre. So ging unser Fritzi dann am 16.07.2013 über die Regenbogenbrücke. Lou lebt jetzt schon fast 6J. bei uns und wir haben es nie bereut, dass wir sie aufgenommen haben. Mit ihrem lustigem Wesen und ihrer frechen Art, bringt sie einen immer wieder zum Schmunzeln. Sie hat vor nichts Angst und macht jeden Blödsinn mit sealed. Und wenn es mal wieder im Stall rumpelt, kann man sicher sein, Lou baut wieder Mist sealed






Luna


Luna kam 2016 wieder zu uns. 2014 zog Luna im Alter von 4J. das erste mal bei uns ein. Zu dieser Zeit wohnte ihre Besitzerin bei uns mit auf dem Hof. Auch wenn es für einige komisch klingen mag, Nando verliebte sich sofort in sie und die beiden waren ein Herz und eine Seele. 2015 beschloss die Besitzerin Luna zur „Nutzung“ mit Option zum Kauf weiter zu geben… Als Luna abgeholt wurde, flippte Nando total aus. Er attackierte den Hänger, Luna wieherte im Hänger, es war einfach unerträglich… Leider haben Tiere kein Mitspracherecht und leider verstehen die meisten Menschen nicht, dass auch Tiere Gefühle haben… Nachdem unsere Mitbewohnerin auszog, brach der Kontakt ab und wir hörten leider nichts mehr von Luna. 2016 bekamen wir dann aber über dem Dorffunk mit, dass Luna an Hufrehe erkrankt war und die neuen Besitzer sie nicht übernehmen wollten. Naja, wir wären nicht wir… Klar dass wir alles daran setzten, dass sie wieder zu uns kam. Gesund ging sie, als Wrack kam sie wieder sealed . Ich verstehe nicht wie man ein Pferd so mästen kann! Sie hatte einen Speckhals und konnte kaum laufen. Das passiert wenn man keine Ahnung hat und einfach aus falscher Tierliebe ein Pferd mit allem Vollstopft… Man kann nicht jedes Pferd gleich füttern! Manche sind hoch und andere wieder leicht füttrige Tiere und zu letzteren gehört Luna. Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, googelt mal nach Hufrehe. Seit 2016 kämpfen wir, um sie wieder fit zu bekommen. Wir hatten bis jetzt zum Glück keinen neuen Reheschub, aber kämpfen noch immer mit Hufabszesse und auch insgesamt ihre Hufe wieder in den Griff zu bekommen. Wer mehr wissen möchte, hier geht es zu ihrem aktuellen Stand:
Was machen Lunas Hufe>>> erfahre mehr