Couchbesetzer & co. Gnadenhof e.V

Aischa


Aisha ist ein Malamut-Schäferhundemix und kam 2006 im Alter von fünf Monaten als angeblich aggressiver Hund zu uns. Unbegreiflicherweise waren wir schon die 5. Besitzer. Ihr aggressives Verhalten stellte sich schnell als falsch gesteuerter Spieltrieb heraus, weshalb viel von den Vorbesitzern fehlinterpretiert wurde. Bestimmte Verhaltensweisen, welche der Hunderasse Malamut klar zuzuordnen sind, wurden als „böse“ angesehen. Aisha gehört zu den wenigen Tieren, die wir uns ganz bewusst angeschafft haben. Sie war die Erste unseres Rudels. Mit ihr war auch der Wunsch geboren, Tieren zu helfen, bei denen die Halter Schwierigkeiten haben oder die für unerfahrene Halter ungeeignet sind. Als Lauftier war sie natürlich in einer Wohnung schlichtweg unterfordert. Daher erzielten wir die ersten Erfolge durch viel Bewegung. Doch nun leidet Aisha an Arthrose und Inkontinenz. Da wir ihr seit geraumer Zeit "Collagile Dog" ins Futter mischen, ist sie wieder um Längen beweglicher. Natürlich ist es kein Wundermittel, aber es hat ihre Lebensqualität deutlich gesteigert.  

 


Merlin


Merlin ist einer von drei Hunden, die bei uns geboren wurden. Sie sind das Resulatut von Unwissenheit und die Erkenntnis, dass ein vier Monate alter Rüde schon zeugungsfähig ist. sealed Auch wir sind in den Jahren mit unseren Aufgaben gewachsen... Wir vermittelten Merlin als jungen Hund und bekamen ihn mit knapp einem Jahr wieder zurück, da sein Herrchen ihm aus gesundheitlichen Gründen nicht gewachsen war. Merlin ist ein reines Energiebündel und kann als hyperaktiv bezeichnet werden. Bevor er beim Apportieren zur Ruhe kommt, hat man sich eher einen Tennisarm geworfen. Leider steht er ständig unter Strom und hört auch nur schlecht auf Kommandos. Darüber hinaus kann er sich nur schlecht entspannen, ist ein Rudeltier und kann nicht über mehrere Stunden alleine bleiben, was eine Vermittlung sehr schwierig macht. Aus diesen Gründen entschieden wir uns Merlin ein lebenslanges Zuhause zu schenken. Mittlerweile hat er einen Tumor am Kniegelenk, der nicht operabel ist. Aber solange es Merlin nicht beeinträchtig, werden wir den Rat des Tierarztes folgen und keinen Versuch unternehmen, ihn nicht entfernen zu lassen.


Arty


Arty, ein Straßenhund, kam 2007 als Pflegehund zu uns. Er wurde zusammen mit seinen Geschwistern über den Zaun einer Tötungsstation geworfen, sodass wir über seine Vorgeschichte keine weiteren Daten verfügen. Angesichts seines lieben Wesens ist er einer der wenigen, die wir wissentlich aufgenommen haben. Durch weitere tolle Charaktereigenschaften hat Arty uns diese Entscheidung recht einfach gemacht. Da wir zu dieser Zeit nur Aisha und Spooky hatten und wir ohnehin nichts von Einzelhaltung halten, bot es sich direkt an, ihm ein Zuhause bis an sein Lebensende zu ermöglichen. Arty beansprucht hier die Rolle des Prinzen und das nicht nur, weil er das Sofa als sein Gebiet ansieht. Auch das Auto hat er sich als sein Territorium auserwählt, sodass wir ihn gerne umherfahren dürfen.


Nanni


Nanni und ihre Schwester kamen 2010 als Pflegehunde zu uns. Sie waren die letzten Hunde, die wir von einem anderen Vereinen aufgenommen hatten. Man hatte uns gebeten sie für ein paar Tage zur Pflege aufzunehmen, bevor sie zu ihren richtigen Pflegestellen vermittelt werden sollten. Verfloht und verwurmt kamen sie hier bei uns an, der allgemeine Zustand lies auf nichts Gutes schließen. Aus ein paar Tagen wurden Monate und es gab viel Streit bezüglich der Futter- und Arztkosten. Letztendlich gewannen wir die Erkenntnis, dass wir zukünftig nur noch alleine arbeiten würden. Nach vielen gescheiterten Versuchen sie zu vermitteln, durften sie letztendlich bleiben. Naja, 2 Fusselfressen mehr oder weniger....


Balou


Balou ist ein Kaukase und kam 2013, im Alter von nur einem Jahr, zu uns. Sein Zuhause war ein Zwinger, dementsprechend war auch sein Gemütszustand aggressiv und fast nicht zu bewerkstelligen. Sein vorheriger Besitzer erlitt einen Schlaganfall. Da es nicht abzusehen war, ob sich der Gesundheitszustand des Besitzers verbessern würde und es niemanden gab, der mit ihm klar kam, sprach man uns an. Wie so oft konnte meine Frau ihre Hilfe nicht ausschlagen, sodass die große 80 Kilo schwere Zeitbombe bei uns landete. Es brauchte viel Einfühlungsvermögen sowie einige zerrissene Kleidungsstücke bis er Vertrauen zu uns fasste und ein Mitglied unserer Familie wurde. Es gab Momente, in denen wir wirklich kurz vorm Aufgaben standen, aber mit viel Liebe, Geduld und vor allem Ruhe wurde er von einem potentiellen Killer zum Liebling und Wächter des Hofes. Heute würden wir ihn für nichts auf der Welt wieder hergeben. ♥


Rocky


Rocky kam 2008, mit knapp vier bis fünf Monaten zu uns. Ursprünglich sollte er nur als Gast bleiben, da sein Herrchen ins Krankenhaus musste und niemanden kannte, der in dieser Zeit auf ihn hätte aufpassen können. Schnell schlossen wir ihn aufgrund seiner immer freundlichen Art und seines liebens Wesens ins Herz. Die Zeit des Krankenhausaufenthaltes zog sich in die Länge und so baute sich eine Bindung zwischen uns auf. Eigentlich wollten wir ihn gar nicht mehr abgeben. Traurigerweise wurde dann seinem Herrchen mitgeteilt, dass es unheilbar krank sei und nicht mehr lange zu leben habe, sodass für Rocky eine dauerhafte Lösung gefunden werden musste. Wir wurden uns alle sehr schnell einig und entschieden, dass Rocky sein Leben bei uns verbringen darf. Seither bereicherte er unseren Hof. cool


Bibi Blocksberg


Bibi fand man 2007 fast verhungert und mit einem schweren Darminfekt neben ihrer toten Mutter auf einem Feld. Sie hatte Symptome, ähnlich der Parvovirose mit der Prognose, dass sie es sehr wahrscheinlich nicht überleben würde. Aber Bibi wollte kämpfen und so kämpften wir mit ihr, sodass sie es nach wochenlangem Kampf überlebt hat. Nachdem sie vollkommen genesen war, wollten wir sie vermitteln. Man mag es glauben oder nicht, aber die Geschichte ist wirklich wahr. Jedes mal, wenn ein Interessent sie besuchen kam, wurde sie auf wundersamer Weise ganz krank und schwach. Sie humpelte und schleppte sich durch die Wohnung, als wäre es bald zu Ende. Kaum waren die Besucher weg, ging es ihr wieder ganz toll. Das Spiel machte sie wochenlang mit uns, es war schon langsam peinlich immer wieder zu beteuern, dass der Hund fit und gesund wäre. Dann kam der Tag und jemand glaubte uns und nahm sie bei sich auf. Nach nur drei Wochen riefen uns die neuen Besitzer an und teilten uns mit, dass Bibi überall kahle Stellen bekommen hätte und nur apathisch herumliegen würde. Nun gut, wir nahmen sie wieder auf und kaum war sie hier, rannte sie wie irre durch unser Haus und über das Gehöft. Natürlich fuhren wir trotzdem mit ihr zum Tierarzt, wo sie die Diagnose "Demodex" erhielt, welche durch seelischen Stress ausgelöst werden kann. Nun ist es über zehn Jahre her und wir haben es keinen Augenblick bereut.


Schweini


Einstein (Schweini) ist einer von drei Hunden, die bei uns geboren wurden. Sie sind das Resulatut von Unwissenheit und die Erkenntnis, dass ein vier Monate alter Rüde schon zeugungsfähig ist.sealed Auch wir sind in den Jahren mit unseren Aufgaben gewachsen.. Nach mehreren Vermittlungsversuchen, die allesamt scheiterten, brach bei ihm, wie bei seiner Mutter Bibi, "Demodex" aus, weshalb er wieder auf unserem Hof einzog. Er zählt zu unseren Sorgenfellen und benötigte schon einige Operationen. Vor seiner letzten Operation hatte er eine sehr gefährliche Darmdrehung. Diese war wiederum möglich, da er massive Wasseransammlungen im Körper hatte, welche durch einen Tumor an den Nebennieren ausgelöst wurden. Bis heute ist er auf Medikamente angewiesen, da bei ihm "Cushing" diagnostiziert wurde. Die Kosten für seine Medikamente belaufen sich im Monat auf 80 Euro.


Hanni


Hanni und ihre Schwester kamen 2010 als Pflegehunde zu uns. Sie waren die letzten Hunde, die wir von einem anderen Vereinen aufgenommen hatten. Man hatte uns gebeten sie für ein paar Tage zur Pflege aufzunehmen, bevor sie zu ihren richtigen Pflegestellen vermittelt werden sollten. Verfloht und verwurmt kamen sie hier bei uns an, der allgemeine Zustand lies auf nichts Gutes schließen. Aus ein paar Tagen wurden Monate und es gab viel Streit bezüglich der Futter- und Arztkosten. Letztendlich gewannen wir die Erkenntnis, dass wir zukünftig nur noch alleine arbeiten würden. Nach vielen gescheiterten Versuchen sie zu vermitteln, durften sie letztendlich bleiben. Naja, zwei Fusselfressen mehr oder weniger...


Shila


Shila kam 2008 mit ca. neun Monaten zu uns. Befreundete Tierschützer hatten sie aus sehr schlechter Haltung befreit. Sie lebte bei einem gewalttätigen Alkoholiker, der die arme Maus immer wieder geschlagen hatte. Es hatte ewig gedauert, bis man sie einfach streicheln konnte, da sie bei jeder Bewegung von uns zusammenzuckte. Selbst heute darf man nicht laut werden, egal warum, sie fühlt sich angesprochen und verkriecht sich. Männer werden von ihr immer misstrauisch beobachtet. Dieses Trauma wird sie wohl nie ganz überwinden, aber zum Glück hat sie mit uns verständnisvolle Zweibeiner an ihrer Seite. Nachdem sie Jahre gebraucht hatte, um wieder Menschen vertrauen zu können, versteht es sich von selbst, dass sie bei uns ein lebenslanges Zuhause gefunden hatte. Shila hat zudem eine Stoffwechselstörung, ihre Krallen werden unnatürlich lang und brechen wie Glas. An Krallenschneiden ist nicht zu denken, da die Krallen einfach zersplittern. Wir haben viel versucht, aber es wurde leider nie wirklich gut. Heute wissen wir, dass es manchmal besser ist einfach nichts zu tun. Wir versuchen heute die Krallen nicht mehr zu schneiden, da sie ab einer gewissen Länge von selber abbrechen, ohne ihr Schmerzen zu bereiten.


Jelly


Jelly ist ein Berliner und kam 2012 zu uns. Von seinen Vorbesitzern wurde er rumgereicht, sodass er keine feste Bezugsperson hatte. Anfänglich machte er uns recht große Probleme, da er scheinbar keine Erziehung genossen hatte. Selbst heute nach sechs Jahren ist es nicht möglich, ihn alleine zu lassen. Jelly gehört zu den Hunden, die es lieben Gegenstände zu zerlegen. So fielen ihm schon Socken, Schuhe, Bettdecken und weitere Gegenstände, die nicht niet- und nagelfest sind, zum Opfer. Da er sich aber sehr gut in unser Rudel integrieren konnte, durfte auch er bleiben. Jelly war auch der letzte Hunde im Bunde, da weitere Zusammenführungen mit anderen Hunde immer wieder scheiterten.


Spooky


Spooky war die zweite Hündin im Bunde. Sie kam 2007 im Alter von ca. sieben Monaten zu uns. Leider ist sie wieder mal ein gutes Beispiel dafür, was falsch verstandener Tierschutz anrichten kann. Spooky wurde mit nur vier Monaten unsachgemäß kastriert. Unser Tierarzt glaubt, dass man sie von der Seite, wie bei einer Kuh, geöffnet hat, wodurch Nerven verletzt wurden. In vielen Ländern ist es wohl Praxis, Straßenhunde zu kastrieren und dann wieder auf die Straße zu setzen, aber Spooky konnte das erspart werden. Ursprünglich war Spooky auch ein Vermittlungshund, aber da sie schon inkontinent bei uns ankam, war die Vermittlung so gut wie unmöglich. Nach langem Überlegen, hatten wir uns entschlossen ihr ein Zuhause zu schenken. Anfänglich versuchten wir es noch mit Windeln, aber das machte auf Dauer keinen Sinn und so testeten wir so einiges durch. Heute bekommt sie das Medikament "Caniphedrin", welches ihr sehr gut gegen die Inkontinenz hilft.


Laila


Leila kam 2007 zu uns. Ursprünglich sollten wir für Leila ein neues Zuhause suchen, da die Besitzer mit ihr völlig überfordert waren. Leider hatte die Familie ein krebskrankes Kind und so kam es, dass man sich kaum um sie kümmerte. Leila war mit ihren knapp sieben Monaten vollkommen unerzogen und nicht stubenrein. Es sollte fast zwei Jahre dauern bis sie komplett stubenrein war. Zudem fraß sie dich durch Türen, Wände und zerlegte die komplette Auslegeware. Aber eine Geschichte muss ich los werden yell Als sie dann zur Vermittlung stand, kam ein Paar zu uns, um Laila zu besuchen. "Schatz, meinst du ihre Fellfarbe passt zum Sofa?", fragte die Frau. Wir guckten ungläubig. "Ja, denke schon, sie ist ein bisschen dunkler, aber ok…" Dann holte der Freund einen Zollstock aus der Tasche und maß ihre Höhe nach. Ich fragte ihn, was er da machen würde. "Wir wollen nur sehen, ob sie nicht zu hoch ist, da sie sonst aufs Sofa kommen würde. Und das möchten wir nicht." Wir haben noch Wochen darüber gelacht, wie sie guckten, als ich sie freundlich bat unser Grundstück zu verlassen. Ab da an waren wir uns sicher, dass Leila bei uns bleiben durfte.sealed

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Timmy


Timmy kam 2009 aus einer Beschlagnahme mit knapp einem Jahr zu uns. Timmy lebte zu dieser Zeit in einer Gästetoilette mit der Größe von 1m², aus der er so gut wie nie rauskam. Neben der Toilette kannte er nur Schläge und Tritte. Aus diesem Grund war Timmys Resozialisation ein hartes Stück Arbeit. Er fleschte mit den Zähnen, versuchte uns zu beißen und war natürlich nicht stubenrein. Bis heute erledigt er ab und zu sein Geschäft auf den Fliesen. Und trotzdem: heute ist der Kleine ein wahrer Herzensbrecher kiss mit dem man spielen und kuscheln kann. Leider ist er herzkrank, hat eine Herzinsuffizienz und muss mit Medikamenten unterstützt werden.Es hat wirklich Jahre gedauert bis er begriffen hat, dass wir ihm nichts tun wollen, aber es hat sich gelohnt zu kämpfen. Er bekommt z.Z. Fortekor.


Loki


Loki kam 2010 mit seinen drei Geschwistern zu uns, die aber nicht bei uns verblieben sind. Auch Loki wäre wahrscheinlich nicht mehr hier, hätte er nicht einen Unfall gehabt. Loki brach sich das linke vordere Bein, was an sich gute Verheilungschancen hat. Allerdings wurde sein Gips von der behandelnen Tierärztin zu eng angelegt. frown Trotz Kontrolle ist ihr der Fehler nicht aufgefallen, was zum Absterben seines Beines führte. Da sich sein Zustand verschlechterte, fuhren wir dann in die Tierklink nach Rostock, wo man den Gips entfernte und uns nur zwei Handlungsmöglichkeiten anbot: Amputation oder Erlösen. Letzeres kam für uns nicht in Frage. Man kann, wie wir bewiesen haben, auch mit nur drei Beinen sehr gut leben. Nach monatelangem Bangen und intensivem Training, kam er mit seiner Behinderung sehr gut zurecht und ist logischerweise geblieben. Heute rennt er mit dem Rudel als wäre alles schon immer so gewesen.